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Wasserfasten nach Prof. Schwarz

Über mich

Ich bin Diabetologe. Und ich sage Ihnen auch, was ich nicht weiß.

Prof. Dr. med. Peter E. H. Schwarz — Professor für Prävention und Versorgung des Diabetes an der Technischen Universität Dresden, Präsident der International Diabetes Federation, seit über 25 Jahren Arzt und Autor des SPIEGEL-Bestsellers Wasserfasten.

Porträt von Prof. Dr. med. Peter E. H. Schwarz im weißen Arztkittel vor blauem Hintergrund.
Prof. Dr. med. Peter E. H. Schwarz, Technische Universität Dresden.

Mein Werdegang, kurz

Prof. Dr. med. Peter E. H. Schwarz im Anzug mit Anstecknadel der International Diabetes Federation.
Als Präsident der International Diabetes Federation.

Ich habe in Dresden Medizin studiert; weitere Stationen meiner Ausbildung waren Namibia und die Vereinigten Staaten, wo ich 1996 das amerikanische Staatsexamen abgelegt habe. Geforscht habe ich zunächst zu den genetischen Ursachen des Diabetes mellitus, ein Jahr davon als Postdoktorand am Howard Hughes Medical Institute der University of Chicago. Aus dieser Arbeit ist die Frage geworden, die mich seither begleitet: Wie lässt sich Typ-2-Diabetes verhindern — und wenn er da ist, wie lässt sich seine Last verringern? 2007 wurde ich Facharzt für Innere Medizin, 2008 habilitierte ich mich und leitete für einige Monate die Public-Health-Forschung an der Universität Helsinki. Anschließend wurde ich 2009 auf die erste Professur für Prävention und Versorgung des Diabetes in Europa berufen; ich habe sie an der Technischen Universität Dresden bis heute inne. Am Universitätsklinikum Dresden leite ich in der Medizinischen Klinik III den Bereich Prävention.

In den vergangenen zehn Jahren ist meine Arbeit zunehmend international geworden. Es geht dabei immer um dieselben drei Fragen: Wie verhindert man Diabetes, wie erreicht man Menschen, die bisher keinen Zugang zur Versorgung hatten, und wie bringt man neue Behandlungswege dorthin, wo sie gebraucht werden.

Konkret heißt das: Ich habe das europäische Projekt IMAGE geleitet, aus dem die ersten europäischen Präventionsleitlinien und ein Ausbildungsgang für Präventionsmanager hervorgegangen sind. Im European Diabetes Forum führe ich den Vorsitz des Strategieforums für Selbstmanagement, Technologie und Digitalisierung, und seit 2024 gehöre ich der Beratungsgruppe der Weltgesundheitsorganisation für Innovation im öffentlichen Gesundheitswesen an. 2015 habe ich zusätzlich einen MBA abgeschlossen — nicht aus Liebe zur Betriebswirtschaft, sondern weil sich Versorgung ohne Verständnis für Strukturen und Finanzierung nicht verändern lässt. Bei Google Scholar sind inzwischen über 900 Arbeiten gelistet — Fachartikel, Übersichten und Kongressbeiträge, zusammen rund 45.000-mal zitiert. Dazu kommen 52 Buchkapitel.

Seit Juli 2024 bin ich Präsident der International Diabetes Federation, des Weltverbands der nationalen Diabetesgesellschaften mit rund 250 Mitgliedsgesellschaften. In dieser Rolle geht es um dasselbe wie in meiner Sprechstunde, nur eine Ebene höher: um die Qualität der Versorgung von Menschen mit Diabetes. Mein beruflicher Werdegang ist auf LinkedIn nachzulesen, meine wissenschaftlichen Arbeiten bei Google Scholar.

Parallel dazu begleite ich Menschen beim mehrtägigen Wasserfasten. Inzwischen sind es über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Diese beiden Rollen sind kein Widerspruch: Beides zielt darauf, den Stoffwechsel zu verändern, bevor Folgeschäden entstehen.

Anfang 2026 ist bei DuMont mein Buch Wasserfasten erschienen und in die Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste gekommen. Es ist die ausführliche Fassung dessen, was auf dieser Website in Kurzform steht — und der Anfang der drei Stufen, in denen ich meine Begleitung anbiete.

Wie ich zum Fasten stehe

Ich bin vom Fasten überzeugt, und zwar aus einem nüchternen Grund: Es wirkt schnell und deutlich auf Gewicht, Blutdruck und den Energiestoffwechsel. Was ich beim Fasten sehe, sehe ich mit Tabletten selten.

Der eigentliche Grund liegt aber tiefer, und er hat mit der Zahl auf der Waage nur mittelbar zu tun. Entscheidend ist, wo das Fett im Körper liegt. Fett, das sich in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse einlagert — im Fachwort ektopes Fett —, gilt als eine der gemeinsamen Wurzeln vieler chronischer Erkrankungen: Typ-2-Diabetes, Fettleber, Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hängen daran (Übersicht zu ektopem Fett und kardiometabolischem Risiko).

Für den Typ-2-Diabetes ist dieser Weg so gut beschrieben wie kaum ein anderer. Roy Taylor hat ihn als Zwei-Kreise-Modell formuliert: Zu viel Fett in der Leber führt dazu, dass Fett in die Bauchspeicheldrüse übertritt, und die insulinbildenden Zellen stellen dort ihre Arbeit ein. In der Counterpoint-Studie kehrte sich das um, sobald die Energiezufuhr stark gedrosselt wurde — das Leberfett fiel deutlich, der Nüchternblutzucker war binnen einer Woche normal, und mit dem langsamen Rückgang des Bauchspeicheldrüsenfetts kam die erste Insulinantwort zurück. In der DiRECT-Studie blieb das erhalten, solange das Gewicht nicht zurückkam (Arbeit zum Zwei-Kreise-Modell). Das ist mein Grund, für das Fasten einzutreten: Es ist der schnellste mir bekannte Weg, genau diesen Fettspeicher zu leeren.

Und jetzt der Teil, den ich Ihnen schulde. Die beiden eben genannten Studien sind nicht mit Wasserfasten gemacht worden, sondern mit stark kalorienreduzierter Formulanahrung über Wochen. Für das reine Wasserfasten ist die Lage dünner: In einer Auswertung von 697 Fastenden sank nach acht bis neun Tagen ein rechnerischer Fettleber-Index von 47 auf 33 — ein Hinweis, keine Messung (Übersichtsarbeit zum längeren Wasserfasten). Direkt gemessen wurde das Leberfett in einer Untersuchung an 32 Menschen über zwölf Fastentage: Bei Teilnehmenden mit Fettleber ging es zurück, bei Lebergesunden stieg es während des Fastens vorübergehend an und normalisierte sich nach dem Kostaufbau (Kernspinuntersuchung über zwölf Fastentage). Für das Fett in der Bauchspeicheldrüse gibt es unter Wasserfasten bislang überhaupt keine Messungen.

Ich halte es deshalb so: Der Mechanismus ist gut begründet, die Übertragung auf das Wasserfasten ist plausibel — bewiesen ist sie nicht. Das ist einer der Gründe, warum ich das Fastenregister aufbaue.

Ich bin gleichzeitig überzeugt, dass eine Fastenwoche allein wenig bringt. In einer Kohorte war nach fünf Fastentagen das verlorene Gewicht drei Monate später vollständig zurück, und die Stoffwechselvorteile waren nicht mehr nachweisbar (Übersichtsarbeit zum längeren Wasserfasten). Die Fastenwoche ist der Anstoß. Was danach kommt, entscheidet über das Ergebnis.

Warum auf dieser Website steht, was nicht bewiesen ist

Ich könnte mit den üblichen großen Versprechen der Fastenbranche arbeiten. Diese Sätze funktionieren, sonst würden sie nicht überall stehen. Für die bekanntesten von ihnen gibt es beim Menschen keine belastbaren Belege — welche das sind und woran es jeweils fehlt, habe ich auf der Evidenzseite im grauen Bereich einzeln aufgeschrieben, mit Quelle.

Wer zwei Fastenwochen unter fastenerfahrener ärztlicher Begleitung erwägt, hat vorher gelesen. Solche Leserinnen und Leser mit Übertreibung zu gewinnen, funktioniert genau einmal. Ich hätte gern, dass Sie in fünf Jahren noch hier sind.

Es gibt einen zweiten, unbequemeren Grund: Ich bin Präsident einer wissenschaftlichen Föderation. Was ich hier schreibe, lesen Kolleginnen und Kollegen mit. Eine Aussage, die ich in einem Fachvortrag nicht vertreten würde, hat auf einer Patientenseite nichts zu suchen.

Was meine eigene Erfahrung wert ist — und was nicht

Über 2.000 begleitete Fastenzeiten sind eine Menge Beobachtung. Sie sind aber keine Studie: nicht in einer Fachzeitschrift veröffentlicht, nicht von unabhängigen Gutachtern geprüft, ohne Kontrollgruppe. Deshalb steht meine Erfahrung auf dieser Website getrennt von den Studien.

Damit sich das ändert, baue ich ein Register auf: FASTEN-REG. Es soll bundesweit und prospektiv erfassen, wie Menschen tatsächlich fasten: Verträglichkeit, Sicherheitsereignisse außerhalb von Kliniken, Stoffwechselwerte und das, was die Teilnehmenden selbst berichten. Genau die Lücken also, die ich auf der Evidenzseite als offen kennzeichne. FASTEN-REG ist fachlich fertig vorbereitet und liegt der Ethikkommission zur Prüfung vor. Sobald die Freigabe da ist, sage ich hier Bescheid — vorher kann sich niemand anmelden, und ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, es liefe schon.

Was Sie von mir erwarten können

  • Eine Zuordnung zur passenden Stufe der Begleitung, bevor über Termine gesprochen wird.
  • Klare Abbruchkriterien, schriftlich, bevor Sie anfangen.
  • Keine eigenständige Änderung Ihrer Medikation — sondern Abstimmung mit der Praxis, die Sie behandelt.
  • Eine Aufbauphase, die geplant ist, nicht improvisiert.
  • Und eine ehrliche Einschätzung, wenn ich Risiken sehe — die Entscheidung, ob Sie fasten, treffen Sie.

Ihr nächster Schritt: Wenn Sie wissen wollen, wie ich arbeite, lesen Sie die Evidenzseite. Sie ist der ehrlichste Text, den ich über mein eigenes Angebot geschrieben habe.

Zur Evidenzseite

Diese Seite dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Untersuchung.

Wie es weitergeht

Wenn Sie den Weg weiter mitgehen möchten

Sie wissen jetzt, wer hinter dieser Website steht. Wenn Sie weiter von mir lesen und hören möchten, gibt es dafür zwei Wege ohne jede Verpflichtung.

  • Fastennewsletter — ein- bis zweimal im Monat beantworte ich die Fragen, die mich am häufigsten erreichen. Zum Start mein Willkommensvideo
  • Fastenkanal — tägliche Videos, Kursarchiv und der Fastenchat, sieben Tage kostenfrei zum Testen

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